5. Juli 2006
Enttäuschung
Allenthalben ist das Entsetzen über den Murks der GRÖKAZ groß. Wir schimpfen schon eh, und jetzt folgt auch Gabor Steingart auf SPON mit seiner Abrechnung.
Aber im Grunde gibt es doch nichts zu motzen. Diese Regierung tut, was die Wähler ihr aufgetragen haben. Union und SPD haben ihre Lektionen gelernt. Die SPD weiß, welcher Politik sie ihren Absturz bis zur NRW-Wahl zu verdanken hatte, und die CDU, welchen Wahlkampfinhalten sie ihr schlechtes Ergebnis vom letzten Jahr. Die Botschaft ist klar: Wer zuerst reformiert, verliert.
Daher erfüllt diese Regierung jetzt erbarmungslos den Wählerauftrag, Reformen nur zu simulieren. Das ist für beide Parteien strategisch sinnvoll. Im nächsten Jahr, wenn die Konjunktur uns wieder auf einem noch höheren Sockel an Arbeitslosen zurücklässt, kann man dann die jeweils andere Seite als hemmenden Sündenbock präsentieren und Neuwahlen anstreben.
Verfasst von Rayson um 12:51 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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