Mein Freund, der Problembär.

Mein Freund, der Problembär Bruno, ist tot. Kaum 36 Stunden, nachdem er zum Abschuss freigegeben war, starb er im ersten Morgenrot:

Der seit Wochen im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet umherstreunende Bär wurde Montag früh in der Nähe des Spitzingseegebiets im Landkreis Miesbach erschossen. Der junge Bär aus dem italienischen Trentino sei gegen 4.50 Uhr in der Nähe der Rotwand erlegt worden.

Es geht hier nicht um den Umgang mit Bären, wie Herr Lapide bei S&W meint, sondern um den Bär als Symbol für die Schwierigkeiten der Politik, Probleme anders als maximalinvasiv zu lösen.

Nun ist er also in den Ewigen Jagdgründen, der Problembär Bruno. Und wir sind wieder mit unseren Problempolitikern allein.

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8 Kommentare zu “Mein Freund, der Problembär.”

  1. Boche
    26.06.2006 | 12:57

    Und wir sind wieder mit unseren Problempolitikern allein.

    Oh, oh, da lese ich böse Gewaltfantasien heraus…
    ;-)

  2. 26.06.2006 | 13:27

    Boche,

    siehste, das ist das Problem, wenn man gewisse Kommentatoren vom Platz stellt. Jetzt müssen wir die haltlosen Unterstellungen selber produzieren.

    Aber wenn Stoibär sich an Deinen Hühnern vergreifen will, dann sag’ Bescheid ;-) .

  3. Boche
    26.06.2006 | 13:33

    Du kennst meinen Hahn nicht! Der hat erfolgreich zwei männliche Nachwuchshähnchen in die Schranken verwiesen. Mit dem stotternden Idioten aus dem Süden nähme er es da ohne Mühe auch noch auf.

  4. 26.06.2006 | 20:00

    Marian, Du hast ja so recht. Wenn ich daran denke, wie gelassen man in Skandinavien (und vermutlich auch in Norditalien, wo Bruno herkam) mit Bären – einschließlich Schafe reißenden “Problembären” umgeht, dann wirkt die deutsche Reaktion schlichtweg hysterisch. Es gilt das auch von anderen Problemen bekannte Schema: zuerst wird ein mit pragmatischen Mitteln und ohne große Aufregung lösbares Randproblem “hochgekocht”, auch und gerade mit Hilfe der Politik, wenn die allgemeine Hysterie einen Höhepunkt erreicht hat (Wanderer hatten schon Angst vom Bären gefressen zu werden – leider keine Übertreibung), wird “knallhart” mit maximalem Mitteleinsatz und maximaler Härte “durchgegriffen”.
    Der Effekt: die jeweiligen Problempoliker erscheinen als unverzichtbare “Retter aus höchster Not”, die bei Lichte besehen gar nicht so groß war. Weil aber jede pragmatische und unaufwändige Lösung die die Illusion des “Notfalls” zerstören würde, muß mit a)maximalen Mitteleinsatz (finnische Bärenjäger) und b)mit maximaler Rücksichtlosigkeit (abschießen) gehandelt werden.

  5. 26.06.2006 | 20:24

    Martin,

    exakt das wollte ich ausdrücken! Beim SpOn hatten sie ja offenbar dieselbe Assoziation, als sie heute die Schlagzeile vom “Problembären Glos” lancierten, für den sich Mrs. Miracle Merkel in die Bresche geworfen hat.

  6. 26.06.2006 | 21:06

    Weil es bisher noch keiner honoriert hat, beglückwünsche dann eben ich Marian zum gelungenen Alexandra-Zitat…

  7. 26.06.2006 | 21:10

    ja komisch, mit scharfer Munition ham’sen ruckzuck erwischt, aber mit Betäubungsgewehr finden sie ihn wochenlang nicht….

  8. 26.06.2006 | 22:28

    @ Sven: so ein Betäubungsgewehr arbeitet mit Druckgas (CO2) und die Injektionspfeile sind sehr windempfindlich. Damit einen sich bewegenden Bären auf 50 m zu treffen, erfordert schon einen sehr guten Schützen.

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