22. Juni 2006
Surfen am Arbeitsplatz
Es ist als neues Problem identifiziert, das “Surfen am Arbeitsplatz“.
Sei es nur als möglicher Vorwand, Mitarbeiter umständelos entlassen zu können (was aus meiner Sicht sowieso das gute Recht jedes Unternehmens sein sollte), oder sei es, weil mathematisch begabte Schlaumeier daraus einen volkswirtschaftlichen Schaden konstruieren.
Nun, wenn man sich die Zugriffsstatistiken unseres Blogs so anschaut, dann liegt es nahe, die Mehrzahl unserer Besucher nicht am heimischen Rechner zu vermuten. Aber gibt es Grund zum Alarm?
Ich glaube, nein. Die Produktivität der Jobs, deren Inhaber die Möglichkeit, das Wissen und das Interesse daran haben, während der Arbeitszeit ins Internet zu gehen, kann höchstwahrscheinlich sowieso nicht an der hineingesteckten Arbeitszeit gemessen werden. Wenn also Angestellte im Internet surfen, deutet das eher darauf hin, dass sie nichts Sinnvolleres zu tun haben. Ein Verbot würde nur verhindern, dass ein Symptom sichtbar wird. Die einen rauchen, die anderen plaudern, und wiederum andere surfen. Ok, große Downloads könnten rein von den Ressourcen her Geld kosten – dass Unternehmen da empfindlich reagieren, verstehe ich.
Aber die Idee, Mitarbeiter, von denen man Eigenständigkeit, Engagement und Kreativität verlangt, arbeitsrechtlich wie 10-Stunden-Roboter behandeln zu müssen, die sollten sich vernünftig denkende Personaler abschminken.
Verfasst von Rayson um 23:17 Uhr in der Kategorie Wirtschaft (Trackback)
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