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	<title>Kommentare zu: Die wirtschaftliche Zukunft Chinas</title>
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	<description>Bürger zur Sonne, zur Freiheit!</description>
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		<title>Von: Florian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/06/21/die-wirtschaftliche-zukunft-chinas/comment-page-1/#comment-2520</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2006 02:04:47 +0000</pubDate>
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		<description>Ich w&#252;rde nicht sagen oder mich zum F&#252;rsprecher machen wollen, dass keine Demokratie f&#252;r China in absehbarer Zeit die bessere Alternative ist. Als Option bei einer Betrachtung &#252;ber die politische Zukunft sollte sie aber ber&#252;cksichtigt werden. W&#252;rden wir eine durch freie Wahlen legitimierte Partei, die die Wiedereingliederung Taiwans mit milit&#228;rischen Mitteln anstrebt, als die bessere politische Alternative im Vergleich zu Heute ansehen.

Oskar Weggel argumentiert in &#039;Das nachrevolution&#228;re China&#039;, dass die konfuzianische Auffassung von einer Einheit zwischen Obrigkeit und Volk ausgeht. Wohingegen in modernen westlichen Demokratievorstellungen a priori von einem Dualismus zwischen diesen ausgegangen wird. Diesem dadurch bedingten Dauerkonflikt wurde in China eine Identit&#228;tsphilosophie gegen&#252;bergestellt. Daraus folgt, dass es nicht um eine Partizipationsmaximierung des Volkes gehen kann, sondern um eine Willk&#252;rminimierung des Staates durch den Staat. Demokratie als Herrschaft durch das Volk im Westen ist in China eher: Alles f&#252;r das Volk, nichts durch das Volk.

Pan Wei bringt in die moderne Diskussion die Idee des &#039;Consultative Rule of Law&#039; ein, welches an die Systeme Singapurs und Hongkongs angelehnt ist. Er vertritt die Meinung, dass Demokratie auch ohne das Merkmal von regelm&#228;&#223;igen politischen Wahlen mit konkurrierenden Parteien eine Demokratie ist. An die Stelle der Herrschaft von Personen setzt er die Herrschaft des Rechts. Das Recht tut alles f&#252;r das Volk und bringt ihm ebenfalls die Rechte liberaler Systeme, z.B. Recht auf Pressefreiheit, Religionsfreiheit etc.

Zwei weitere Stichpunkte im chinesischen Kontext sind: 

- demokratische Diktatur und
- sozialistische Demokratie mit chinesischen Charakteristiken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich w&#252;rde nicht sagen oder mich zum F&#252;rsprecher machen wollen, dass keine Demokratie f&#252;r China in absehbarer Zeit die bessere Alternative ist. Als Option bei einer Betrachtung &#252;ber die politische Zukunft sollte sie aber ber&#252;cksichtigt werden. W&#252;rden wir eine durch freie Wahlen legitimierte Partei, die die Wiedereingliederung Taiwans mit milit&#228;rischen Mitteln anstrebt, als die bessere politische Alternative im Vergleich zu Heute ansehen.</p>
<p>Oskar Weggel argumentiert in &#8216;Das nachrevolution&#228;re China&#8217;, dass die konfuzianische Auffassung von einer Einheit zwischen Obrigkeit und Volk ausgeht. Wohingegen in modernen westlichen Demokratievorstellungen a priori von einem Dualismus zwischen diesen ausgegangen wird. Diesem dadurch bedingten Dauerkonflikt wurde in China eine Identit&#228;tsphilosophie gegen&#252;bergestellt. Daraus folgt, dass es nicht um eine Partizipationsmaximierung des Volkes gehen kann, sondern um eine Willk&#252;rminimierung des Staates durch den Staat. Demokratie als Herrschaft durch das Volk im Westen ist in China eher: Alles f&#252;r das Volk, nichts durch das Volk.</p>
<p>Pan Wei bringt in die moderne Diskussion die Idee des &#8216;Consultative Rule of Law&#8217; ein, welches an die Systeme Singapurs und Hongkongs angelehnt ist. Er vertritt die Meinung, dass Demokratie auch ohne das Merkmal von regelm&#228;&#223;igen politischen Wahlen mit konkurrierenden Parteien eine Demokratie ist. An die Stelle der Herrschaft von Personen setzt er die Herrschaft des Rechts. Das Recht tut alles f&#252;r das Volk und bringt ihm ebenfalls die Rechte liberaler Systeme, z.B. Recht auf Pressefreiheit, Religionsfreiheit etc.</p>
<p>Zwei weitere Stichpunkte im chinesischen Kontext sind: </p>
<p>- demokratische Diktatur und<br />
- sozialistische Demokratie mit chinesischen Charakteristiken.</p>
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		<title>Von: Boche</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/06/21/die-wirtschaftliche-zukunft-chinas/comment-page-1/#comment-2414</link>
		<dc:creator>Boche</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2006 18:48:13 +0000</pubDate>
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		<description>@Florian

&lt;blockquote&gt;Interessant ist auch die Frage, ob ein Demokratisierungsproze&#223;, hin zu einer Demokratie westlicher Pr&#228;gung, in China &#252;berhaupt w&#252;nschenswert ist&lt;/blockquote&gt;

Wie ist das gemeint? Was w&#228;re ein &quot;Demokratisierungsprozess &#246;stlicher Pr&#228;gung&quot;? Oder hei&#223;t die Alternative &quot;besser keine Demokratie&quot;?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Florian</p>
<blockquote><p>Interessant ist auch die Frage, ob ein Demokratisierungsproze&#223;, hin zu einer Demokratie westlicher Pr&#228;gung, in China &#252;berhaupt w&#252;nschenswert ist</p></blockquote>
<p>Wie ist das gemeint? Was w&#228;re ein &#8220;Demokratisierungsprozess &#246;stlicher Pr&#228;gung&#8221;? Oder hei&#223;t die Alternative &#8220;besser keine Demokratie&#8221;?</p>
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		<title>Von: Florian</title>
		<link>http://www.bissige-liberale.net/2006/06/21/die-wirtschaftliche-zukunft-chinas/comment-page-1/#comment-2413</link>
		<dc:creator>Florian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Jun 2006 18:27:54 +0000</pubDate>
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		<description>Die Entwicklung der Wirtschaft, und damit vor allem die Zunahme der Mittelschicht und ihrer Rolle in der Gesellschaft, ist f&#252;r mich nur ein Faktor unter vielen, wenn es gilt, die politische Zukunft zu betrachten. Taiwan und Singapur, beides Staaten mit einer metakonfuzianisch gepr&#228;gten Gesellschaft, haben in der Vergangenheit ein hohes Wirtschaftswachstum erzielt, jedoch nicht die gleiche politische Entwicklung genommen.

Interessant ist auch die Frage, ob ein Demokratisierungsproze&#223;, hin zu einer Demokratie westlicher Pr&#228;gung, in China &#252;berhaupt w&#252;nschenswert ist: sowohl f&#252;r die Chinesen selber als auch f&#252;r Ausl&#228;nder.

China stand auch in den letzten 20 Jahren vor enormen Herausforderungen und hat ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum erzielt. Probleme f&#252;r China sind ja nicht neu, warum sollten sie nicht auch in Zukunft so angegangen wie bisher und den Wachstumsproze&#223; fortsetzen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Entwicklung der Wirtschaft, und damit vor allem die Zunahme der Mittelschicht und ihrer Rolle in der Gesellschaft, ist f&#252;r mich nur ein Faktor unter vielen, wenn es gilt, die politische Zukunft zu betrachten. Taiwan und Singapur, beides Staaten mit einer metakonfuzianisch gepr&#228;gten Gesellschaft, haben in der Vergangenheit ein hohes Wirtschaftswachstum erzielt, jedoch nicht die gleiche politische Entwicklung genommen.</p>
<p>Interessant ist auch die Frage, ob ein Demokratisierungsproze&#223;, hin zu einer Demokratie westlicher Pr&#228;gung, in China &#252;berhaupt w&#252;nschenswert ist: sowohl f&#252;r die Chinesen selber als auch f&#252;r Ausl&#228;nder.</p>
<p>China stand auch in den letzten 20 Jahren vor enormen Herausforderungen und hat ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum erzielt. Probleme f&#252;r China sind ja nicht neu, warum sollten sie nicht auch in Zukunft so angegangen wie bisher und den Wachstumsproze&#223; fortsetzen.</p>
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