9. Juni 2006
Ausgangspunkte – dargestellt am Thema Erbschaftsteuer
Wir wissen, dass sich die gierigen Blicke der Verfechter “sozialer Gerechtigkeit” auf die Erbschaftsteuer richten. Wie man zu dieser Steuer steht, hängt von einigen Standpunkten ab, die sich woanders bilden. Aus liberaler Sicht empfehle ich dazu die Überlegungen auf whitewashing.de, Teil I und Teil II, und bei erzliberal.de.
Eine Gegenposition, wie ich sie meinen linken Freunden eigentlich nicht als die ihre unterstellen möchte, nimmt Marc Pitzke von SPON ein. Er entledigt sich aller Gesichtspunkte bis auf einen: Trifft es Reiche oder nicht? Eine Steuer, die Reiche trifft, ist, wie, er nicht versäumt uns unter die Nase zu reiben, immer gerecht. Und wenn eine Steuer nicht erhoben wird, die Reiche betreffen würde, dann handelt es sich um eine “Steuererleichterung”. Sprich: Eigentlich steht dem Staat die Knete zu – wenn er darauf verzichtet, Zwang auszuüben, ist das eine Gunst. Kann man so sehen. Sollte man aber auch deutlich sagen – notfalls von liberaler Seite, nur damit hinterher keiner behauptet, er hätte es nicht ahnen können.
Verfasst von Rayson um 02:16 Uhr in der Kategorie Politik, Presse / SPON- und taz-Blog, Wirtschaftspolitik (Trackback)
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