Reichtum und Müdigkeit

Im Lawblog läuft gerade eine Diskussion, die im Zusammenhang mit diesem Eintrag von Rayson steht: Vorfahrt für Geld.

Ein Kommentator verlinkt auf die Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2001; nachdem ich allerdings statt “Lohn- und Einkommensteuerpflichtige” Lohn- und Einkommensteuerflüchtige gelesen habe, nehme ich lieber folgende Fragen mit in die Heia, statt jetzt darüber zu bloggen:

Was ist eigentlich “reich”? Warum werden Reiche im Strafrecht benachteiligt, während sie im Verwaltungsrecht aufgrund der bestehenden Geldbußen-Obergrenze manchmal de facto besser gestellt sind als nicht (ganz so) Reiche? Und wie werde ich meinen hoffnungslos idealistischen Politikansatz los, der mich lieber nach Möglichkeiten Ausschau halten lässt, Anreize für alle Einwohner eines bestimmten Gebietes zur freiwilligen aktiven Teilnahme am öffentlichen Leben zu setzen, statt sie einfach nur zu besteuern und die Verwendung des eingesammelten Geldes dem Weinkönig von Mainz und Angie “the Miracle” Merkel zu überlassen?

(Das ist jetzt schon wieder zu rechtsliberal gedacht, wa?)

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2 Kommentare zu “Reichtum und Müdigkeit”

  1. 19.05.2006 | 13:56

    Klingt mir recht linksliberal. Aber ich habe ja auch wieder aufgegeben, die Deutung dieser Begriffe selbst zu betreiben. ;)

  2. 20.05.2006 | 12:20

    “Was ist eigentlich “reich”?”

    Die einschlägige Literatur dazu dürfte Dir bekannt sein. Man unterscheidet hier: nach dem jeweils verfügbaren Einkommen und Vermögen! Und man vergleicht dann z.B. “mit dem Durchschnitt”.

    Wenn wir uns also über die Steuererhebung Gedanken machen, dann ist das ein anderer (!) Themenkreis als die Steuerverwendung.

    Ein guter Liberaler verrührt das nicht.

    Ich freue mich, dass ich helfen konnte.

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