18. Mai 2006
Reichtum und Müdigkeit
Im Lawblog läuft gerade eine Diskussion, die im Zusammenhang mit diesem Eintrag von Rayson steht: Vorfahrt für Geld.
Ein Kommentator verlinkt auf die Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2001; nachdem ich allerdings statt “Lohn- und Einkommensteuerpflichtige” Lohn- und Einkommensteuerflüchtige gelesen habe, nehme ich lieber folgende Fragen mit in die Heia, statt jetzt darüber zu bloggen:
Was ist eigentlich “reich”? Warum werden Reiche im Strafrecht benachteiligt, während sie im Verwaltungsrecht aufgrund der bestehenden Geldbußen-Obergrenze manchmal de facto besser gestellt sind als nicht (ganz so) Reiche? Und wie werde ich meinen hoffnungslos idealistischen Politikansatz los, der mich lieber nach Möglichkeiten Ausschau halten lässt, Anreize für alle Einwohner eines bestimmten Gebietes zur freiwilligen aktiven Teilnahme am öffentlichen Leben zu setzen, statt sie einfach nur zu besteuern und die Verwendung des eingesammelten Geldes dem Weinkönig von Mainz und Angie “the Miracle” Merkel zu überlassen?
(Das ist jetzt schon wieder zu rechtsliberal gedacht, wa?)
Verfasst von Marian Wirth um 23:01 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen, Politik, Wirtschaftspolitik (Trackback)
2 Kommentare