Abschreckung, die funktioniert

Wenn man diesem Geologen der James Cook Universität von Queensland glauben kann, ist im Jahr 1998 etwas Bedeutsames geschehen: Die Klimaerwärmung ist kaputt gegangen!

Bissige Liberale gehen einem solchen Skandal natürlich prompt nach: Was ist im Jahre 1998 passiert? Was könnte das Erdklima so erschreckt haben?

Schauen wir mal in den Wikipedia-Jahresüberblick 1998 rein:

Mmh, dem damals neuen Bundespräsidenten der Schweiz traue ich klimaverändernde Fähigkeiten im globalen Umfang eher nicht zu. Der hat doch mit der Verwaltung von Nummernkonten und Appenzeller-Fabriken bestimmt genug zu tun.
In Deutschland wird die Gewerbekapitalsteuer abgeschafft und der Solidaritätsbeitrag gesenkt. Das klingt tatsächlich nach sozialer Kälte (die Reichen werden entlastet und die Solidarität um 2 Prozent gesenkt!) – aber mit Auswirkungen auf das Weltklima? So wichtig ist das Herumbasteln an unserer deutschen Steuerbürokratie dann wohl doch nicht.
Aber weiter in der Liste:
Honduras, Malediven, Honduras – da weiß kein Mensch, wo das genau liegt. Das Klima ist da bestimmt auch noch nicht hingekommen.

Aber da! Am 29. April wird das Kyoto-Protokoll unterzeichnet!
Wahnsinn! Und im gleichen Jahr hört das Klima auf, sich zu erwärmen! Wenn das mal kein Beweis ist, dass Abschreckungspolitik wirkt!
Endlich wurden diese ganzen Appeasement-Heinis von der Großindustrie und der Anti-Öko-Lobby widerlegt. Man muss dem Klima knallhart mit CO2-Entzug drohen – und schon wird es gefügig.

Dumm nur, dass ich in Strandkorb-Aktien investiert habe. Werde wohl in Wollmützen umschichten müssen. Und das nächste Mal glaube ich den Greenpeace-Leuten – versprochen!

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Gefunden bei Greg

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