7. April 2006
Das Gutsherren-Modell
Was jetzt als Detail einer möglichen “Gesundheitsreform” durchsickert, bestätigt meine Befürchtungen: Wer nicht auf wettbewerbliche Lösungen setzt, kann nur an neuen sozialistischen Formen der Zwangsbewirtschaftung basteln.
Bezeichnenderweise führt der Kompromiss zwischen der miserablen Lösung “Bürgerversicherung” und der schlechten Lösung “Kopfpauschale” dazu, dass auch noch der letzte Anschein marktwirtschaftlicher Funktionsweise beseitigt wird. So sollen die Versicherer nicht mehr direkt bezahlt werden. Nein, es wird alles staatlich eingesammelt und dann pauschal nach Gutsherrenart verteilt.
Bei der SPD nach ökonomischer Vernunft zu suchen, scheint sowieso aussichtslos. Dort wird als politischer Erfolg verbucht, dass die Beiträgshöhe zur Krankenversicherung auch künftig vom Einkommen abhängig ist. Als sei dies das wichtigste zu lösende Problem.
Der Vorwurf, die CDU würde der Marktwirtschaft zugeneigt sein, war wohl – wie sich jetzt immer deutlicher herausstellt – auch nicht sachlich begründet sondern tatsächlich nur Wahlpropaganda des sozialdemokratischen Rivalen im roten Kleidchen.
Verfasst von Boche um 10:10 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)
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