6. April 2006
Milton Friedmans Botschaft an jüngere Generationen
Ein paar Kerngedanken möchte ich an jüngere Generationen weitergeben: Man sollte sich immer genau ansehen, was im wirklichen Leben funktioniert und was nicht. Man sollte Ideen als solche respektieren – ohne Ansehen der Person, die sie vertritt. Man sollte keine Hierarchien konstruieren. Die Freiheit des Einzelnen ist am wichtigsten. Eingriffe und Versuche, das Verhalten anderer zu kontrollieren, sind fast immer ungerecht.
Milton Friedman in: Stefan Heuer: Der Kapitalist, NZZ Folio 4/06
Dass man sich immer genau ansehen soll, was im wirklichen Leben funktioniert und was nicht, nennt sich Pragmatismus, oder? Sollte man in der Politik auch machen. Aber da hapert es ja oft genug schon an der Ziel-Definition.
Der Satz mit der Konstruktion von Hierarchien gefällt mir. Und bei den letzten beiden Sätzen fängt die Diskussion ja erst an. Das NZZ-Folio-Gespräch jedoch endete da. Wahrscheinlich waren beide etwas erschöpft.
Insbesondere mit der “Freiheit des Einzelnen” ist das so eine Sache, wie man neulich wieder schön bei MomoRules verfolgen konnte.
Damit ist meine Milton-Friedman-Serie beendet. Für die hier mitlesenden Liberalen ist das natürlich alles kalter Kaffee, und für mich ist es auch nicht so neu, wie man vielleicht angesichts meines Parteibuches vermuten könnte. Aber ich bin einfach meinem Blog-Impuls gefolgt. In dem Gespräch geht es übrigens außerdem noch um Chicago, Hayek, Bildungsgutscheine, Religion, China, Hongkong und, und, und.
Verfasst von Marian Wirth um 00:04 Uhr in der Kategorie Grundsatzfragen (Trackback)
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