4. April 2006
Das Feld den Bürokraten und Zwangsbeglückern überlassen?
Das großkoalitionäre Projekt “Gesundheitsreform” ist ja letztlich nicht mehr als die Suche nach Geldquellen für das bestehende, unwirtschaftliche Zwangssystem, die jede der Parteien in ein möglichst parteilinientreu aussehendes Reformmäntelchen zu stecken versucht.
Da fragt sich: Wo bleibt das offensive Werben für die Alternativen?
Die FDP hat ein Modell der Krankenversicherung, das man als “Privatversicherung für alle!” bezeichnen könnte und, kurz beschrieben, etwa wie folgt aussieht:
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1. Versicherungspflicht für jeden Bürger (ähnlich wie bei der Kfz-Versicherungspflicht)
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2. für die Kassen Kontrahierungszwang auf dem Pflichtniveau (jede Kasse muss ohne Risikoaufschlag die Grundleistungen anbieten)
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3. alle Krankenkassen sind/werden private Anbieter
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4. Transparenz und Kostenkontrolle durch Kostenerstattungs- statt Sachleistungsprinzip (der Patient erhält eine Rechnung, die er bezahlt oder seinen Versicherer bezahlen lässt)
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5. Vorschrift für Versicherer, Altersrücklagen zu bilden und beim Wechsel zu anderen Versicherungen diese mitzugeben
- 6. keine Finanzierung über die Arbeitskosten, Arbeitgeberanteil wird steuerpflichtige Lohnleistung
- 7. Finanzierung der Kosten für Schwangerschaft, Mutterschaft und die Krankenversicherung von Kindern über Steuergelder
Das ist nun wahrlich kein libertär-revolutionäres Konzept, vor dem die Deutschen Angst haben müssten. Warum wird es nicht offensiv angepriesen?
Warum geht zum Beispiel der Verband der Privatversicherer nicht an die Öffentlichkeit und unterbreitet den Deutschen ein Angebot:
“Wir bieten allen eine bezahlbare Krankenversicherung mit den Leistungen der heutigen Zwangsversicherung an und zeigen Euch, mit welchem Konzept das wie gemacht werden kann.”
Dass ein freieres Gesundheitssystem sogar Arbeitsplätze schaffen könnte, haben Wissenschaftler gerade erst wieder vorgerechnet.
Stattdessen – sinnloses Geplänkel, große Hohlworte, Kasper Kalle und seine sozialistische Hofschranze.
Verfasst von Boche um 14:29 Uhr in der Kategorie Innenpolitik, Politik (Trackback)
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