7. März 2006
Hat Oskar vielleicht doch Recht?
Mea culpa. Selbst als religiöser Mensch kann ich am auch hier vorgestellten Manifest von Salman Rushdie und anderen keinen richtigen Makel finden. Wem es genau so geht, der bewundere, wie sich deutsche Linke konsequent weigern, andere als ihre gewohnten Klassengegensätze zur Kenntnis zu nehmen.
Endlich sind die Jungs und Mädels um Rushdie entlarvt als Vertreter eines “militanten Liberalismus“. Dass die Verfasser des Manifests ihre aus den Menschenrechten abgeleiteten Werte als universal betrachten, muss für linke Relativisten wie Robert Misik eine besondere Sünde sein. Eine ungeheure Frechheit vom Liberalismus, die Freiheit des Einzelnen in den Vordergrund zu stellen – pfui, welch intolerante Ideologie. Haben wir doch gefälligst ein wenig interkulturelles Verständnis für das Bedürfnis islamistischer Fundamentalisten nach Hinrichtungen und Verstümmelungen.
Wer aber seinen Fokus nicht wie befohlen auf die Anti-Kapitalismus-Kritik richtet, der muss einfach irrationale Feindbilder verfolgen. So einfach kann Logik sein, wenn sie nur das richtige Bewusstsein auf ihrer Seite weiß.
Verfasst von Rayson um 21:42 Uhr in der Kategorie Politik (Trackback)
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